Die nächsten kleinen DAISUKITHAI-Herzensbrecher sind im Frühjahr 2017 geplant, weitere Infos findet ihr unter Kitten.

An dieser Stelle möchte ich dem interessierten Besucher erklären was eine Thaikatze ist, immer sein wird und vor allem sein sollte. Ich hoffe mit dieser kleinen FAQ-Sammlung (FAQ = engl. für “Frequently Asked Questions” zu dt. “häufig gestellte Fragen”) mit ein paar sich leider hartnäckig haltenden Vorurteilen und Gerüchten aufzuräumen und zum Nachdenken und selbst weiterforschen anzuregen. Denn wie es immer im Leben ist “Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt – und nur wer kritisch ist und mitdenkt macht sich sein eigenes Bild.” ;)

Einige weiterführende Informationen sind in den einzelnen Textabschnitten und am Ende dieser verlinkt, Buchempfehlungen zum Selbststudium findet ihr hier, Fotos von berühmten Vorfahren unserer Katzen könnt ihr hier bewundern und eine kleine Chronik über die wichtigsten Ereignisse der Zucht dieser wunderbaren Katzenrasse gibt es hier.

Der Typ Katzen welcher in England als “old-style Siamese” bezeichnet wird, wird in Europa “Thai” genannt und von der WCF (World Cat Federation) seit 1990 unter diesem Namen registriert. Dies gibt uns Europäern das große Privileg unsere Katzen auf Katzenausstellungen zu zeigen, verschiedene Titel zu erringen und interessierten Besuchern zu zeigen dass ihre geliebten “traditionellen Siamesen” nicht verschwunden sind und niemals komplett durch die “modernen Siamesen” ersetzt werden. Es ist nicht ungewöhnlich dass Besucher und Katzenshowrichter welche unsere Katzen zu sehen bekommen uns mit Tränen in den Augen erzählen dass sie vor Jahren selbst eine Siam hatten die genau wie unsere aussah und dass sie dankbar sind dass es immer noch Züchter gibt die versuchen den alten Look der Rasse zu erhalten.

Weiterführende Informationen:

     

Im Jahr 2007 erkannte auch die TICA (The International Cat Association) die “Thai” mit einem sehr detailierten Rassestandard (ich liebe diesen Rassestandard!) an und beschreibt die “Thai” als die in England bekannte “old-style Siamese”, die urtümliche Katze aus Thailand. Viele Züchter die an der Anerkennung des Rassestandard der “Thai” durch die TICA mitarbeiteten hatten die alten und bekannten Zuchten Thailands kontaktiert und besucht und fanden sog. “Wichienmaat” Katzen vor die exakt wie die “old-style Siamesen” aussahen die bereits über ein Jahrhundert in der westlichen Welt gezüchtet wurden. Erstaunlich oder? :) Dieser Rassestandard ist das Ergebnis harter Arbeit und einer globalen Zusammenarbeit von Züchtern welche den Look der “old-style” Siam mit sehr viel Herzblut erhalten.

Weiterführende Informationen:

  • Prestwick-Beresford Old-Style Siamese Breed Preservation Society: PREOSSIA
  • Auszug aus einer Rassevorstellung der Thai (old-style Siam) präsentiert durch die TICA Vorsitzende für die Rasse der Thaikatze, Dr. Cristy Bird am 05. September 2010 auf der TICA Annual Katzenausstellung in Santa Clara, Californien:

    “Der blue point Thaikater im Video ist der 16 Monate alte Quadruple Grand Chamipion Alter DiaBrillante Uncle Sam.”

 

  • TICA Thai Kater Sebastian auf einer TICA Katzenausstellung in Cherry Hill NJ 1/28/2012:

 

  • Alicats Thai (old-style Siam) Kätzchen beim Spielena uf einer TICA Katzenausstellung:

 

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Leider erlaubte die GCCF (Governing Council of the Cat Fancy) im Jahr 2002 ihren Korat Züchtern den Name “Thai” für ihre Pointkatzen zu verwenden obwohl dieser in Europa bereits seit 1990 von der WCF für die “old-style Siam” verwendet wird. Meiner Meinung nach war die Entscheidung den Korat Züchtern zu erlauben einen Namen zu benutzen der bereits seit 12 Jahren von einer anderen Katzenrasse verwendet wird wirklich sehr gegensätzlich in Bezug auf den Sinn des World Cat Congress und führt zu einer Vielzahl an unnützen Verwirrungen und Missverständnissen unter Züchtern und Katzenliebhabern.

Die Katzen die von der GCCF als “Thai Katzen” bezeichnet werden sind blue point und lilac farbige Katzen die aus einer Verpaarung von Korat x Korat entstehen und haben _NICHTS_ mit den Katzen die von der WCF und TICA als “Thai” bezeichnet werden zu tun.

Weiterführende Informationen:

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Es wird oft gesagt dass so genannte “Thai Züchter” ihre Katzen mit Katzenrassen wie Britisch Kurzhaar, American Kurzhaar, Europäisch Kurzhaar und anderen Katzen von unbekannter Herkunft verpaaren um das gewünschte gemäßigte Aussehen zu erhalten – Ich wünschte ich könnte sagen dass es derartige Züchter nicht gibt aber das kann ich leider nicht. Jeder der sich für ein Thai Kätzchen interessiert muss sehr vorsichtig sein wo er dieses erwirbt und sollte die Stammbäume und das Aussehen der Katzen in der entsprechenden Zucht überprüfen. Plüschiges Fell (d. h. deutlich sichtbare Unterwolle), ein Nasenprofil mit einem klaren sichtbaren Stopp auf Höhe der Augen, sowie ein nicht siamtypisches Temperament sind z. B. oft ein deutliches Indiz für einen nicht erlaubten Outcross mit rassefremden Tieren.

Sowohl die WCF als auch die TICA erlauben _nur_ den so genannten Outcross mit “Siamesen” denn am Ende des Tages ist die “Thai” eine Siamkatze.

Die Stammbäume aller Katzen und Kitten der Cattery Daisuki Thai können bis zu den ersten “Siamesen” die 1884 nach England importiert wurden zurückverfolgt werden. Es ist uns möglich auf eine Vielzahl an sehr erfolgreichen und wertvollen original UK Siam-Blutlinien zurückzuschauen und darauf sind wir sehr stolz. Zum Beispiel finden sich unter den Vorfahren unserer Katzen solche berühmten UK Siam-Blutlinien wie “Rameses”, “Prestwick”, “Lintama”, “Sibir” und “Hancas” in einer Reihe mit sehr vielen berühmten Deutschen Blutlinien wie “of old Royal Siam”, “von der Falkenhöhe”, “Sky Eyes” und “von der Birke” um nur ein paar wenige zu nennen.

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In den letzten paar Jahren haben wir und viele andere Züchter an sehr vielen Katzenausstellungen teilgenommen um unsere Tiere einem großen Kreis an Besuchern und Katzenshowrichtern vorzustellen, ihnen den TICA “Thai” Rassestandard und eine Vielzahl an alten Fotos auszuhändigen, sie für diesen zu sensibilisieren und um zu zeigen wie eine echte “old-style” Siam aussehen sollte. Es ist unser Herzenswunsch uns für diese alte Rasse mit dem neuen Namen einzusetzen und diese unter den Katzenliebhabern wieder bekannt zu machen und die Verwirrungen und Missverständnisse zwischen “TICA Thai” und “old-style Siam” Züchtern ein für alle Mal zu beenden.

Mit großer Freude und Stolz sehe ich dass heutzutage mehr und mehr GCCF (old-style) “Siam” Züchter in England und CFA (old-style) “Siam” Züchter in den USA anfangen ihre Tiere doppelt zu registrieren und bei der TICA als “Thai” auszustellen. Es sieht so aus als würde der Berg von jahrelangen Verwirrungen und Missverständnissen endlich anfangen zu bröckeln.

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Die Thaikatze und die Siamkatze haben den gleichen Ursprung und stammen aus dem damaligem Siam – heute Thailand. In den 70er Jahren begann der Trend, immer schlankere, zierlichere und grazilere Siamkatzen zu züchten. Einige Züchter hielten am traditionellen Typ fest, was schließlich zur Anerkennung derselben als Rasse unter dem Namen “Thaikatze” führte, die im englischen Sprachraum auch als “Old-Style Siamese” bezeichnet wird.

Das Wesen der Thaikatze
Thaikatzen sind sehr intelligent, hochsensibel und trotzdem sehr robust. Im Gegensatz zur Hauskatze sind sie sehr anhänglich und menschenbezogen. Thaikatzen gehen oft – ähnlich wie beispielsweise Hunde – eine enge Bindung zu einem bestimmten Menschen ein, dem sie dann ihr Leben lang “treu” bleiben. (Daher auch der Ausspruch “Von innen Hund, von außen Katze”, den man oft in Verbindung mit Thai- und Siamkatzen hört.) Sie haben einen eigenwilligen und dominanten Charakter. Thaikatzen sind sehr neugierig, aktiv, temperamentvoll und “redselig”. Sie spielen auch noch im Erwachsenenalter sehr gerne.

Die Fellpflege bei der Thaikatze
Aufgrund ihres sehr kurzen Fells sind Thaikatzen sehr pflegeleicht. Die abgestorbenen Haare entfernt man mit Streicheln, feuchten Händen oder einer Gummibürste für Kurzhaarhunde.

Die Fellfarben der Thaikatze
Grundsätzlich gibt es bei Siamkatzen und Thaikatzen vier Standardfarben, zuzüglich der Farben weiß (Foreign White), rot und creme sowie deren Kombinationen.

Grundfarben sind seal-point, chocolate-point, lilac-point und blue-point. Außerdem gibt es noch: red-point, creme-point, seal-tortie-point beige, blue-tortie-point, chocolate-tortie-point, lilac-tortie-point und Foreign White (einfarbig Weiß).

Die Abzeichen müssen gleichmäßig gefärbt sein.

Die oben genannten Farbschläge gibt es auch als Tabby, was bedeutet, dass die Points nicht vollfarbig sind, sondern eine Strichzeichnung haben. Mit Abzeichen ist gemeint, dass Maske, Ohren, Beine, Füße und Schwanz eine andere, dunklere Farbe haben als der übrige Körper. Die Maske umfasst Nase, Schnurrhaarkissen, Augenumrandung und Stirn und ist durch Linien mit den Ohren verbunden. Mit der Grundfarbe ist die übrige Körperoberfläche bedeckt. Thaikatzen sind mit etwa einem Jahr ausgefärbt, dunkeln jedoch im Alter insbesondere auf dem Rücken immer stärker nach. Da das Haar durch Pigmenteinlagerung dicker wird, bekommen Körperregionen mit weniger Fettschichten dadurch eine bessere Wärmeisolierung.

Quelle: Wikipedia

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Eine kleine meiner Feder entsprungene “Rassevorstellung” (mit Geschichtsteil und vielen schönen Farbfotos) findet ihr auf dem tollen Katzen, Katzen, Katzen-Portal: “Die Thaikatze oder auch die Geschichte von der “alten-neuen” Siamkatze”

Einen weiteren interessanten Artikel über die “alte-neue Siamkatze” der auch auf die Problematik der unterschiedlichen Rassestandards und die leider daraus resultierenden unterschiedlichen Erscheinungsbilder der Thaikatze eingeht findet ihr auf der Webseite von Frau Birgitta Kuhlmey-van der Molen ihres Zeichens ehemalige Katzenzüchterin, Katzenshowrichterin und Autorin von vielen tollen Genetikartikeln für das Katzenmagazin “Our Cats”: “Die alte-neue Siamkatze”

Weiterführende Informationen:

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Die aktuell gültigen Rassestandards verschiedener Dachorganisationen und weitere Infos hierzu findet ihr auf unserer Infoseite über Rassestandards.

Weiterführende Informationen:

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Weiße Farbflecken (egal ob an den Zehen, auf der Brust als “Medaillon” oder sonst wo) sind gemäß aller aktuell gültigen Rassestandards als schwerwiegende Fehler einzustufen. Thaikatzen mit Weißcheckung werden auf Ausstellungen gemäß Rassestandard die Titelpunkte (egal welcher Klasse) verweigert. Da ein errungener Titel (in einigen Vereinen ist es z. B. Vorschrift dass nur mit Tieren gezüchtet werden darf die mindestens den Champion (CAC) Titel haben) auch vom Züchter selbst immer als Kontrolle und Bestätigung seiner Zuchtarbeit angesehen werden sollte, sollte es eigentlich jedem klar sein dass mit Thaikatzen mit weißen Flecken nicht gezüchtet werden sollte. Früher war dieser “Farbfehler” weiter verbreitet und wir wissen heute von einigen sehr berühmten Katzen und Katern die in sehr vielen Stammbäumen zu finden sind. Da das “Locket Gen” (welches für die Problematik verantwortlich ist) ein rezessives Gen ist kann sich dieses auch über viele Generationen durch Stammbäume schleichen ohne entdeckt zu werden, die große Überraschung folgt meist wenn im Wurf zweier Elterntiere ohne sichtbare weiße Flecken plötzlich Kitten mit diesem Farbfehler auftauchen. Stammbaumforschung ist das A und O und in Zeiten der Computertechnik und Datenbanken wirklich kein allzu großes Problem mehr :) Mehr über das Locket Gen in Bezug auf Siamkatzen kann man hier nachlesen.

An dieser Stelle möchte ich auch noch eine Lanze für alle Bi-Color Züchter der orientalischen Rassen brechen. Das Locket Gen hat _nichts_ mit der Weißcheckung der Bi-Color Orientalen zu tun! Deren weiße Flecken entstehen durch das “Schekungsgen S” welches als Ss und SS vorliegen kann und den weißen Flecken die durch das “Locket Gen” verursacht werden nicht wirklich ähnlich sehen. Leider werden die Bi-Color Züchter immer noch vom Irrglauben des “Locket Gen” als angeblichen Verursacher der Weißcheckung ihrer Tiere verfolgt, dies dürfte auch ein Grund sein warum diese Farbvarietät leider immer noch nicht bei allen Dachverbänden anerkannt ist obwohl es viele sehr typvolle Tiere gibt.

Weiterführende Informationen:

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Unterwolle im Sinne von plüschigem und sehr dichtem Fell (wie es z. B. bei Britisch Kurzhaar Katzen üblich ist) ist gemäß Rassestandard als schwerwiegender Fehler einzustufen und verboten. Nicht selten ist unter anderem plüschiges Fell das Ergebnis eines nicht erlaubten Outcrosses mit Fremdrassen (alle anderen Katzenrassen außer Siamkatzen) oder Tieren unbekannter und/oder zweifelhafter Herkunft.

Weiterführende Informationen:

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Entgegen der Behauptungen auf einigen Webseiten ist die Thaikatze weder eine amerikanische Katzenrasse noch stammt sie ursprünglich aus den USA (wie kommen die Leute nur immer auf sowas? :LOL: ). Sie stammt aus dem ostasiatischen Siam welches uns heute als Thailand bekannt ist, dort wurde sie mit einigen anderen einheimischen Katzenrassen bereits im 14. Jahrhundert schriftlich im Tamra Maew (eine Sammlung von in Versform geschriebenen und mit Malereien verzierten Beschreibungen der Katzen) erwähnt. Im Jahr 1884 wurden die ersten Siamkatzen nach England importiert, 1990 erhielten die vom Aussehen her dem ursprünglich importierten Typ treu gebliebenen Katzen von der WCF (World Cat Federation) den neuen Namen “Thai”.

Weiterführende Informationen:

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Definitiv nein! Die gültigen Rassestandards (besonders der strenge und sehr genaue TICA Rassestandard) beschreiben die Kopfform klar und deutlich als “modifizierten Keil” und nicht als “rund” wie er z. B. bei der Britisch Kurzhaar sein sollte:

TICA Rassestandard: “Modifizierter Keil von mittlerer Breite mit runden Wangen und sich verjüngender Schnauze. Der Kopf ist länger als breit, aber nicht extrem oder schmal. Wangenknochen sind Richtung Schnauze nach innen wo die Schnauze beginnt gerundet. Schnauze ist keilförmig, aber abgerundet wie ein sich verjüngender Gartenspaten. Stirn ist flach und lang.”

WCF Rassestandard: Der Kopf ist ein gemäßigter Keil mit sanft gerundeten Konturen. Das Profil ist leicht geschwungen, mit einer sanften Einbuchtung in Augenhöhe. Kinn und Unterkiefer sind kräftig, die Schnauze ist gerundet.

LOOF Rassestandard: Head: slightly longer than wide, the head, seen in front, is a modified wedge with rounded contours. Cheeks are rather round in females and can be more developed in males, in a reasonable proportion compared to overall size of the body. Viewed from the side, top of head and forehead are slightly rounded followed by a level, and a slight and gradual concave curve under the eyes.

Weiterführende Informationen:

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Nein, als “Thaikatzen” bezeichnet man nur die Katzen die dieser Rasse angehören und die diesen Rassenamen in ihrem dazugehörigen Stammbaum eingetragen haben. In Thailand gibt es außer den Thai-/Siamkatzen noch viele andere einheimische und importierte Katzenrassen (z. B. Burma, Korat, Perser, Maine Coon, BKH, Hauskatzen, usw. – eben genauso wie in Deutschland auch) die alle ihre eigenen Rassenamen haben. Man sagt ja auch nicht “Deutschkatzen” nur weil die Tiere aus Deutschland kommen ;)

Weiterführende Informationen:

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Nicht jede Katze mit blauen Augen und Pointzeichnung ist auch automatisch eine Thaikatze. Im Laufe der Jahrhunderte gelangte die Maskenfärbung durch gezielte Zucht und Selektion auch in viele andere Katzenrassen, so gibt es heute z. B. auch Britisch Kurzhaar, Britisch Langhaar, Perser und Exotisch Kurzhaar in diversen Pointfarben. Auch die Heilige Birma und die Neva Masquarade haben die typischen blauen Augen und Maskenfärbung der Siamkatze allerdings haben sie mit dieser überhaupt nichts zu tun. In vielen südlichen Ländern gibt es Tiere die diese Merkmale ebenfalls aufweisen aber deren Herkunft aufgrund mangelnder Papiere nicht ersichtlich ist. Kurzhaarkatzen die zwar annähernd dem Rassestandard der Thaikatze entsprechen aber keinen Stammbaum besitzen (und somit keinen Nachweis über ihre Abstammung und Reinrassigkeit) kann man weder dieser noch einer anderen Rasse zuordnen da sie unter ihrem Erscheinungsbild (Phänotyp) eine genetische Wundertüte (Genotyp) sein können.

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Die Thaikatze ist eine Siamkatze im Aussehen dem alten Typ entsprechend, demzufolge soll sich auch der Charakter beider im Allgemeinen nicht voneinander unterscheiden. Beide sind sehr menschenbezogen, sozial, verspielt und gesprächig um nur einige Eigenschaften zu nennen. Man darf jedoch nicht vergessen dass auch Vertreter einer Rasse Individuen sind, so kann der Charakter bei einzelnen Tieren wie bei uns Menschen auch in einzelnen Punkten variieren und es gibt mitunter etwas aufgedrehtere und etwas ruhigere Vertreter. Der einzige große und deutliche Unterschied ist der Optische, hier muss jeder selbst entscheiden was ihm/ihr besser gefällt und über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten ;)

 

T traditionell   S schneidig
H harmonisch   I intelligent
A anhänglich   A anhänglich
I intelligent   M modern

 

Unterschiede   Gemeinsamkeiten
traditionell ≠ modern   anhänglich = anhänglich
harmonisch ≠ schneidig   intelligent = intelligent

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Vor Jahrzehnten war eines der Markenzeichen der Siamkatze ein leichtes bis starkes Schielen, glücklicher- und richtigerweise wurde dieses später als schwerwiegender Zuchtfehler eingestuft. Schielende Katzen sind allerdings nicht nur bei den Rassen Thai und Siam möglich sondern rasseunabhängig bei _allen_ Tieren mit Maksenfärbung und blauen Augen (seltener auch bei vollfarbigen Katzen mit normal gefärbten Augen). Warum dies so ist lässt sich ganz leicht erklären, es hängt nachweislich mit dem Teilalbinismus (Katzen mit Maskenfärbung und blauen Augen sind sog. Teilalbinos) zusammen. Für alle die es noch genauer und wissenschaftlicher mit ganz vielen Quellenangaben wissen wollen möchte ich an dieser Stelle auf den sehr ausführlichen und äußerst gelungenen Artikel “Der Pointfaktor – mehr als eine Farbe” von Frau Roswitha Budde (Cattery vom Hohen Timp) verweisen.

Weiterführende Informationen:

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Ein weiteres berühmtes ehemaliges Markenzeichen der Siamkatze ist der Knickschwanz, der heutzutage wie das Schielen als schwerwiegender Fehler eingestuft wird und zum Zuchtausschluss führt. Der Knickschwanz ist übrigens anders als oft behauptet wird kein reines “Siamproblem” (die Siamkatze hatte nur das Pech dass dieser bei ihr jahrelang explizit gewünscht war und man sie somit immer wieder mit diesem in Verbindung bringt – ihr glaubt ja gar nicht wie viele Leute heute noch Fragen stellen àla “Sind das auch wirklich echte? Die haben ja gar keinen Knickschwanz.”) sondern kann bei allen Katzenrassen auftreten.

Er entsteht durch unterschiedliches Sehnenwachstum und kann an jeder Stelle des Schwanzes und in den unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten. Der Erbgang ist polygenetisch mit Schwellenwerteffekt d. h. beide Elterntiere sind ohne Knickschwanz, tragen aber unterschiedlich viele Marker für einen Knickschwanz. Ein Knickschwanz ist nicht zwangsläufig von Geburt an da, er kann solange eine Katze im Wachstum ist jederzeit auftreten. Durch die Verkürzung einer oder mehrerer Sehnen (je nach Ausprägung) wird eine unterschiedliche Zugkraft auf den Wirbelkörper ausgeübt was zum ungleichmäßigen Wachstum führt und den Wirbel verformt, verschiebt und evtl. auch zusammenwachsen lässt. Etwas ausführlicher kann man das Ganze hier nachlesen.

Weiterführende Informationen:

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